Sonntag, 7. Juli 2013

Grazer Reminiszenzen 3: Die Sprache

"Kernöil ... Kernöuhl ... Kernaöl ... Kernauöil ...", probierte ich oft allein in meinem Studentenzimmer. Alles fängt mit dem Kernöl an. Nicht nur beim Essen, sondern auch in der Sprache. Der im bairischen Sprachraum vielgepriesene "Oachkatzlschwoaf" ist quasi die Eintrittskarte für Zugewanderte. An ihm demonstriert der Bayer oder Österreicher, dass du nie dazugehören wirst, egal wie gut dein "Oachkatzlschwoaf" auch ist - irgendwo zwischen "Oach" und "oaf" wird man immer erkennen, dass du eigentlich von woanders bist. Das Kernöl aber, das ist, von kundigen Sprechern gesagt, ein Wort von solcher phonetischer Subtilität, dass jeder Nicht-Steirer an seine natürlichen Sprachgrenzen stoßen muss. Weil man nämlich tausendmal glaubt, dass man es jetzt hat; und der Steirer dir gegenüber schüttelt unentwegt den Kopf. Das nicht-steirische Ohr hört das richtige "Öl" nicht, sondern immer etwas anderes. "Öil, Öuhl, Aöuil, ..." Manchmal glaubt man sogar das "l" verschwinden zu hören. Kontaktassimilation nennt der Phonetiker das. Aber auch der Phonetiker ist hilflos gegenüber dem Kernöl, weil es für die phonetische Transkription keine geeigneten Zeichen im phonetischen Inventar gibt. Es lässt sich nicht erhören oder erfassen.

Man hört das Wort nämlich weniger als man es spürt. Damit ist es der Urvater aller steirischen Wörter. Das Steirische erschöpft sich nämlich überhaupt nicht im allgemein angenommenen "Bellen". Freilich, der Student der Sprachwissenschaften schmunzelt, wenn er im ersten Semester erfährt, dass die neuhochdeutsche Diphthongierung, also jener Lautwandelprozess, der aus einem einfachen Vokal einen Doppelvokal werden lässt, im 12. Jahrhundert vom südostbairischen Sprachraum ausging: dem heutigen Kärnten und der Steiermark. Auch lässt sich der steirische Dialekt recht leicht (zureichend aber nicht hinreichend) parodieren, wenn man einfach aus jedem Vokal einen Zwielaut macht. Wer aber jemals Kontakt mit Süd- oder Oststeirern hat, merkt schnell, dass es damit nicht getan ist. Der steirische Dialekt prügelt einem das Trommelfell und verleitet zum Mitnicken beim Zuhören. Manchmal klingt es, wie wenn ein Volksschüler ein Gedicht im jambischen Versmaß übertrieben zu rezitieren versucht, um sich selbst vor dem Leiern zu bewahren. Das Steirische ist zuweilen anstrengend, aber es ist eine agile, nie langweilige und manchmal lustig hopsende Sprache. Und es ist (siehe Kernöl) komplexer als man denkt.

Im lexikalischen Bereich findet man als in die Kulturstadt gezogener Innergebirgler wenig Auffälliges. Im Lokal muss man sich halt daran gewöhnen, dass für den Steirer offenbar der Inbegriff eines Glases einen nullkommadreilitrigen Inhalt hat. Das "Glasl Bier" ist demnach das unsrige "Seitl" bzw. "Seitei". Zu Schwierigkeiten kommt es dabei aber nicht, weil auch die Variante "Seidl" bekannt ist. Am "Seitei" erfreuten sich die Grazer unverständlicherweise aber besonders, und so konnte ich stets mit meiner bescheidenen Bestellung Amusement erzeugen. "Seite! Seite!", riefen die Grazer vergnügt, und so war auch ich vergnügt darüber, dass ihnen das "ei" am Schluss ähnlich entgangen war wie mir manches Mal das "l" beim Kernöl.

Dass der Spritzwein bei den Grazern lapidar "Mischung" genannt wird, finde ich immer noch höchst kurios und es lässt mich den Steirern eine generelle Vorliebe für Oberbegriffe andichten. Glasl, Mischung, ... dauernd möchte man dem Steirer entgegenschreien "Wos? A Glasl wos? A Mischung wos? Wos wüst du mischen?! Wos wüst du in dei Glasl hom?!", aber eigentlich findet man das ganze eh recht drollig und lässt den Steirer gewähren. Die Vagheit der Begriffe "Glasl" und "Mischung" im Auge wundert es einen dann aber doch, dass ein Radler ein Radler bleibt, auch wenn der vorzugsweise mit Lederhosenlimonade gemacht wird. So gibt es konsequenterweise auch die "Almdudlermischung" - ein Wort von faszinierender Eleganz, vor allem, wenn es von einem Bewohner der südlichen Steiermark ausgesprochen wird.

Wenn der Steirer einige Glasln Bier und Mischungen verschiedenster Art getrunken hat, geht er meistens liegen. "Liegen gehen" heißt ganz eigentlich, dass man sich zum Schlafen niederlegt. Auch hier bleibt der Steirer sprachlich wieder sehr allgemein und sagt nicht genau, was er macht. Anfangs stellte ich mir Studenten vor, die wach auf ihrem Bette ruhen und sich Gedanken über die Unbestimmtheit der steirischen Sprache machen, wenn jemand sagte, er ginge jetzt liegen. Für die höchst passive Tätigkeit des einfachen Daliegens oder gar Schlafens hat die Wendung "liegen gehen" einen unangebracht aktiven Charakter. Es klingt fast wie Arbeit, schließlich muss man sich ja erst zu einer geeigneten Liegestätte begeben: "Ich gehe jetzt liegen" klingt nach Auftragserfüllung, wohingegen "Ich leg mich ein bisschen nieder" schon in der Ankündigung vor Faulheit stinkt. Zusätzlich meidet der Steirer mit dieser Phrase das Alarmwort "schlafen". Der Steirer schläft nie! Er liegt immer nur bzw. befindet sich Zeit seines Lebens immer nur auf dem Weg zu einer Ruhestätte. Wir können das einen Euphemismus nennen, sind aber im gleichen Moment nicht sicher, ob hier tatsächlich etwas Unangenehmes durch etwas Unverdächtiges ausgedrückt wird. Uns beschleicht vielmehr die Vermutung, dass der Steirer uns einfach täuschen will - auf gut deutsch: Er will uns verarschen. Oder aber er schämt sich. So wie man sagt "ich muss mal wohin" und niemals "ich habe Durchfall".

Wir erkennen also im Steirischen den Hang zur Verschleierung. Laute werden verschleiert, indem sie durch Hinzufügen von Zwischenlauten verwaschen werden. Möglichst allgemeine Begriffe ersetzen eindeutige Ansagen. Der Steirer täuscht und tarnt, wo er nur kann, er lässt uns im Unklaren über die wahre Natur der Dinge. Vielleicht lebt er aber auch nur konsequent die philosophische Grundannahme, dass die Dinge an sich eh nicht verfügbar sind - warum sich also die Mühe machen, sie möglichst genau zu beschreiben versuchen? Wir können den Steirer Sprachpragmaten nennen, der aber wegen eines untrüglichen Sinns für melodische Eleganz sich dankenswerter Weise einem jaulenden Singsang verpflichtet hat, der uns bei Laune hält und uns manchmal schmunzeln lässt; vielleicht neidisch schmunzeln lässt, weil wir uns zu Hause vor dem Spiegel wiederfinden, das Lautinventar des Kernöls betend: "Kernäöl, Kernauöil, Kernöuil, ..."

Montag, 1. Juli 2013

Grazer Reminiszenzen 2: Essen und Trinken

Bereist man fremde Länder, tut man das oft auch wegen oder trotz des dortigen Essens. Es soll ja Leute geben, die nur des Essens wegen nach Italien oder Frankreich fahren. Freilich gibt es dort auch einiges an Kultur und Natur zu bestaunen, aber das Kulinarische lockt in manchen Regionen mehr als alles andere. Für die Steiermark gilt das nur bedingt, und wann immer ich Menschen von meiner Wahlheimat Graz erzählt habe, fiel ihnen zum Thema Essen und Trinken immer nur das eine ein: Kernöl und Schilcher.

Dabei ginge ja auch Sterz und Puntigamer, Backhendl und Gösser oder Käferbohnen und Weichserl. Womit wir, das sage ich mit aller Arroganz, auch schon das steirische Kulinarium abgesteckt hätten, das beim Buschenschank anfängt und dort auch gleich wieder aufhört. Man komme mir jetzt nicht mit Weinstraße und Johann Lafer! Das ist alles schön und gut, aber eben nichts Alltägliches. Und ums Alltägliche soll es ja schließlich gehen. Vor allem beim Essen.

Was erwartet den Innergebirgler Absonderliches, wenn er nach Graz kommt? Am Anfang steht das Kernöl, das ich vor Graz nie mochte, von dem ich vorübergehend fast Fan wurde und das mir jetzt wurscht ist. Gleichgültigkeit einem Lebensmittel gegenüber ist ja in einer Zeit der allgegenwärtigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten die höchste Stufe der Anerkennung. Ihr könnt mir Kernöl in die Schnitzelparnier tun, über's Vanilleeis gießen, pur zu trinken geben oder sogar in den Kaffee schütten - ich dulde es und seine unvermeidlichen Flecken wie ich die Milben in meiner Couch dulde, weil sie immer da sein werden und ich sie nie bemerke. Ob mir das Kernöl abgehen wird, jetzt, da es nicht mehr Standardnahrungsmittel ist? Das muss sich erst zeigen...

Gut in Erinnerung habe ich jedenfalls ein anderes Kürbiskernprodukt, nämlich die Suppen. Eine saisonale Köstlichkeit, die man in der Steiermark fast nirgends schlecht gemacht bekommt. Alles andere mit oder aus Kürbis oder den entsprechenden Kernen ist mir ebenfalls wurscht. In der Schokolade brauch ich das Zeug aber nicht, auch wenn die Firma Zotter (nicht nur diesbezüglich) anderer Meinung ist.

Was mir allerdings vollkommen unverständlich ist, ist der Fetisch, den Steirer mit ihren Backhendln pflegen. Mir kommt das weder sehr regional vor, noch haben mir steirische Backhendln je besser als irgendwelche anderen geschmeckt (auch nicht die in der Kürbiskernpanier). Vielleicht kann mir noch irgendwann mal wer erklären, was das explizit "Steirische" daran sein soll, an dem Backhendl, das in der Lieblingssommerspeise der Grazerinnen auf Salat im Kernöl ersoffen wird.

Eigentlich sind die Steirer aber Herbstleute. Nicht unbedingt des steirischen herbstes wegen, sondern vor allem wegen des Weins. Mit dem Aufsteirern beginnt es. Das ist eine von mir ungeliebte Lederhosen-Veranstaltung, bei der es nebst der Tracht vor allem um's Fressen und Saufen geht - wie bei jedem anderen Volksfest halt auch. Dann kommen Kastanien und Sturm und es beginnt die ewige Suche nach dem besten Maroni-Standl, bis man drauf kommt, dass man einfach Glück haben muss und es jenseits des Kernöls in der Steiermark eben keine absoluten Sicherheiten gibt.

Wer sich mit Sturm und Junker noch nicht besinnungslos getrunken hat, den erwartet im Advent das Glühweingelage in der Grazer Innenstadt. Absichtlich sagt man nicht Christkindlmarkt dazu, weil es wirklich nur um Glühwein geht bzw. Punsch und Feuerzangenbowle usw.; die Aufzählung stockt, weil mir da schlecht wird, allein, wenn ich allein an den Geruch denke, den der Hauptplatz zu dieser Zeit verströmt. Wer aber noch nie einen Schilcherglühwein probiert hat, der hat trotzdem was verpasst. Auch hier lohnt es aber, sich von Kennern informieren zu lassen, wo es brauchbaren und vor allem verträglichen zu finden gibt!

Abseits des saisonalen Angebots, sind mir zwei Dinge aus dem Grazer Bäckereisortiment besonders suspekt: Einerseits die Salzbrezen, die ich als Pinzgauer überhaupt nicht kannte, und die mich schockten, weil bei uns eine Breze immer auch automatisch eine Laugenbreze war. Naja, immerhin was gelernt! Andererseist suchte ich lange Zeit nach Mohnweckerln, die nicht süß waren, bis mir irgendwann jemand erklärt hat, dass das halt so sei. Ein Weltbild brach zusammen! Schließlich sahen die Mohnweckerln genau gleich aus wie jene daheim, nur, dass sie eben süßlich schmeckten. Das konnte ich nicht akzeptieren und nannte die Grazer allesamt verrückt. Süße Mohnweckerl! Ich schüttle immer noch den Kopf.


Was mir obendrein noch aufgefallen ist: Dass die Grazer keine Fastfoodkultur haben. Ja, da könnte man eventuell stolz drauf sein. Aber oh Schreck, wenn ich an die unsäglichen "Hot Dogs" denke, die da verkauft werden (Bosna ist praktisch unbekannt) und an die Käsekrainer, die im besten Falle mäßig waren! Man verlangt ja nicht viel von einem Würstelstand, aber die Mindesanforderungen hat da kaum einer erfüllt. Gott sei Dank gibt es in Graz viele Türken und also lässt sich das eine oder andere ordentliche bis sehr ordentliche Kebab-Etablissement finden. Aber das kann ja schließlich auch keine Lösung sein!

Von dem abgesehen hat mir Graz ein fast fünfjähriges Vegetarier-Dasein beschert (ja, das war freiwillig!), und ich bin nicht verhungert! Das war jedenfalls eine interessante Erfahrung und hat mich ohnehin in den meisten Fällen vor den Würstelständen bewahrt. In einer Studentenstadt lebt es sich als Vegetarier auf alle Fälle einfacher als am Land. Probleme bekommt man auch nur bei der Buschenschank. Denn dort gibt es dann die obligatorischen Käferbohnen - mit viel Kernöl! Vor etwas anderem hat mich nicht der Vegetarismus bewahrt, sondern der gesunde Menschenverstand: Blutsterz. Das war das erste kulinarische Fremdvokabel, das ich in Graz vernommen habe. Da wusste ich schon: Köstlichkeiten brauch ich mir keine erwarten.

Alles in allem habe ich aber überlebt, ja sogar zugenommen. Ich kam ja nach dem Bundesheer als halbertes Biafra-Kind (ein Ausdruck der 80er-Jahre, wie ich glaube) nach Graz und verließ die Stadt zwar nicht als Puntigamer-Pummerl, aber doch gut genährt. Ob es dem Bier geschuldet ist oder doch dem ewigen Kernöl, sei dahingestellt.


Montag, 24. Juni 2013

Grazer Reminiszenzen 1: Kulturangebot und -nachfrage

Graz ist vorbei. Aus, vorüber. Für mich zumindest. Nach vielen Jahren des aktiven und passiven Siechtums in der steirischen Landeshauptstadt, der Stadt der Menschenrechte und der Volkserhebung, der City of Design und vor allem der Kulturhauptstadt (so steht es auf der Autobahn!) verlasse ich nun endgültig ihre Gefilde. Obwohl die Zeiten gute waren, bin ich weder mir noch der Stadt böse, dass es nun vorbei ist. Alles hat immer zwei Enden - auch wenn die Wurst in Graz nur eines zu haben scheint (das zweite steckt unsichtbar in einem von einer Metallstange ausgehölten Hotdog-Brötchen). Also muss ich mich doppelt verabschieden. Schließlich bin ich auch doppelt angekommen. Aber dazu an anderer Stelle mehr...
Teil 1 eines kleinen Rückblicks auf die Grazer Jahre:

Als europäische Kulturhauptstadt habe ich Graz im Jahr 2003 kennengelernt. Toll, dachte ich mir, aus dem provinzlerischen und kulturell nicht kolonialisierten Innergebirg kommend. Bei uns war eine Theateraufführung an einer Schule schon ein Happening von Warhol'schem Format. Einzig das Saalfeldener Jazzfestival ließ die Pinzgauer mit geduldiger Regelmäßigkeit ein wenig Weltgeist schnuppern. Graz nun also mit seinem Kunsthaus, der futuristischen Murinsel (wie lächerlich sich das jetzt in der Retrospektive anhört!), dem steirischen herbst, der Diagonale usf. Was es da alles zu entdecken gab! Ich war zunächst nur beruhigt in einer Stadt zu leben, in der es sogar ein eigenes Literaturhaus gibt.

Wenn man dann nach gut zehn Jahren mehr oder weniger intensiven Aufenthalts Bilanz ziehen muss, fragt man sich, ob man von dem vielen Tollen, das man an Graz immer geschätzt hat, eigentlich immer nur das kulturelle Potenzial genutzt hat, oder ob man auch tatsächlich regelmäßig im Theater, im Museum oder in der Oper war. Nach kurzem überschlagsartigem Nachzählen kommt man drauf: Es hätte mehr sein können. Das geht aber fast jedem so, habe ich gehört. Ist aber auch egal, denn wichtig ist nur, dass man die prinzipielle Möglichkeit gehabt hätte, theoretisch, im Falle des Falles also, jeden Abend in eine andere Veranstaltung zu gehen. Wie oft man diese Gelegenheiten tatsächlich genutzt hat, ist ja einerlei.

Tatsächlich fand ich mich auf der einen oder anderen merkwürdigen Veranstaltung wieder, war nachher froh, dort gewesen zu sein, hatte aber größtenteils das Gefühl, eine lästige Pflicht abgeleistet zu haben. Wenn diverse kulturelle Veranstaltungen auch oft ein netter Zeitvertreib waren, die essentiellen Erkenntnisse stellten sich da selten ein. Das ist übrigens auch so etwas, was man glaubt, wenn man den Schritt an die Hochschule tut bzw. was einem im Gymnasium irgendwie versucht wurde einzureden: Dass sich der Mensch durch den alleinigen Besuch kultureller Veranstaltungen zum Besseren ändere. Ich hab sie ja alle gesehen, die Studenten in Cord-Sakkos und Karohemden, die vor Bildern stehen und mit Daumen und Zeigefinger ratlos Verständnis vorschützend ihre Kinn- und Mundpartie umspielen! Ich war ja selber schon so weit, wenngleich auch nicht in Cordsakko und Karohemd!

Dann aber die harte Erkenntnis: Dass sich im Kopfe nichts tut, wenn das Hirn sich nicht rühre. Und dazu bedarf es erstmal keiner Ausstellungen oder Vorführungen, sondern des Verständnisses für das Einfache und Klare. Die Einsicht, dass die einfachen Sätze erstmal kapiert werden müssen und nicht bloß rezitiert. "Ich weiß, dass ich nichts weiß" zum Beispiel. Der Satz kann als Ausrede für eine mangelhafte Prüfungsvorbereitung genauso herhalten wie für die letzte Conclusio am Sterbebett. Man muss sich diese Sätze aber aneignen, für sich und seinen Verstand geltend machen. Und das lernt man nicht im Museum oder im Theater. - und schon gar nicht im Seminarraum (obwohl einen der in manchen Fällen dabei ein wenig helfen kann). Das lernt man am Tresen!

Im Grunde besteht das Spannende an einem ausgeprägten "kulturellen Umfeld" nur darin, dass die Chance, Leute zu treffen, die sich irgendeine Art von Gedanken machen, etwas höher ist als in einem kulturfeindlichen oder -resistenten Milieu. Leider liegt da auch der Hund begraben, denn ein sogenanntes "kulturelles Umfeld" zieht auch eine Menge Scharlatane und Spinner an. Das liegt zum einen an der Kunst selbst, weil sie eben zutiefst menschlich ist (manche sagen nicht zu Unrecht, sie sei das Menschliche überhaupt); zum anderen liegt es an dem, was ich unter einem absichtlich so schwammig gewählten Begriff wie dem eines "kulturellen Umfelds" verstehe: Es gibt da einen geographischen Raum, in dem überdurchschnittlich viele Menschen Kultur betreiben, vertreiben, konsumieren und sich obendrein auch noch dazu verhalten, es sich also auf die Fahnen schreiben und sich darauf etwas einbilden. Klingt widerlich, ist es auch irgendwie. Aber es geht halt anscheinend nicht anders. Yin und Yang, woast scho? Der Kuhfladen ist den Fliegen ein Haus, aber mir ein Graus, etc.

Wie ist das also jetzt? Hat mich Graz verändert, was das sogenannte "Kulturelle" betrifft? Ich denke, ich bin im selben Maße, wie ich der Kultur gegenüber aufgeschlossen gemacht wurde, ihr gegenüber unsensibler oder zynischer geworden. Das hat vielleicht mit Graz per se nichts zu tun, aber ein kulturelles Überangebot verlangt vom potenziellen Konsumenten ein gewissen Grad an Ignoranz. Ganz schnell kommt es zur Ausbildung eines "Geschmacks", dessen Fundament weniger ästhetische Reflexion als das ermüdende Trübsal einer unkreativen Freizeitgestaltung ist: "Wos isn heit? ... Najo, schauma uns des hoit on. Is wahrscheinlich eh wieda a Schas...", sprachs und schlurfte zur Kulturveranstaltung. Echtes Interesse kann ein Überangebot also nicht ersetzen, aber es besteht zumindest die Chance, neue Interessen zu entdecken oder zu vertiefen. Auch hier würde ich aber sagen, dass nichts ohne den persönlichen Austausch geht (ob an der Theke oder nicht), womit wir wieder bei den Menschen wären, die Kultur machen, vertreiben und konsumieren. So waren es also nicht die Veranstaltungen und Veranstaltungsorte, sondern die Grazer Menschen,die mich da beeinflusst und teilweise sogar inspiriert haben. Klingt kitschig, ist aber durchaus wahr. Reminiszenzen, zumal solche zu Graz, kommen eben ohne Kitsch nie aus.

Graz ist keine Kulturhauptstadt, das Schild auf der Autobahn lügt. Aber es ist eine Stadt mit vielen ambitionierten (teilweise überambitionierten) Leuten, die sich etwas antun und sich ein paar Gedanken machen. Man muss deswegen nicht zu allen deren Veranstaltungen rennen. Aber es beruhigt irgendwie, dass sie da sind. So wie auch ein Kuhfladen ohne Fliegen eine zutiefst traurige Angelegenheit ist.

Montag, 13. Mai 2013

Die Eisheiligen

In meiner Kemenate ist es saukalt. Ich sitze im unbeheizten Teil des Hauses, unter mir die kalte Garage, ober mir ein weiteres kaltes Zimmer, zwei Außenwände mit großzügigen Fenstern lassen mich auf das gräuliche Grün des Waldes blicken, bibbernd reite ich auf dem alten Bürostuhl; dabei habe ich mir schon meinen Winterpullover angezogen. Wir schreiben den 13. Mai, Sankt Servatius hält uns fest im Griff. Auf den Bergen liegt (wieder) Schnee, der Niederschlag dauert den ganzen Tag an und wechselt zwischen Niesel- und Platzregen. Wie zum Hohn zeigt sich hie und da ein blaues Fleckchen am Himmel, aber das ist nur Andeutung, ein meteorologischer Mummenschanz, eine - so würde es der Bundesdeutsche nennen - Verhohnepiepung des frühlingsgereiften Innergebirglers, der gerade noch die Hoffnung hegte, bald die Sommerlatschen hervorholen zu können, ja vielleicht sogar schon Teile der "Übergangsgarderobe" einsommern zu können. Nichts da - zu den drei Eisheiligen wird gefroren!

Es heißt: "Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein!" (Oder vor Frost überhaupt!) Besser passt da schon, wenn auch rhythmisch nicht ganz so elegant: "Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder. Was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder." Dabei kommt morgen erst der Bonifaz und übermorgen der Bavaria Blu bzw. die kalte Sophie. "Die kalte Sophie macht alles hie", heißts recht apokalyptisch im bayerischen Raum. Das mag vielleicht übertrieben sein, aber immerhin übertreiben es die Eisheiligen auch gehörig. Welcher Bauer mag in seinen Regeln da schon Nachsicht walten lassen? Immerhin hat man genug damit zu tun, sich in diesen Tagen auf Ofenbänke zu legen und mit Katzen zuzudecken während man durchs Fenster den Pflanzen dabei zusieht, wie sie ob der Kälte erstaunt eingehen. Traurig, diese paar Tage im Mai, denen zum düstersten November nur die abgefallenen Blätter und die Allerheiligenromantik fehlen. Man fragt sich schon, wo da das Heilige wirkt und werkt, wenn es an diesen Tagen immer so bitterkalt ist. Man muss sich Petrus als einen humorlosen Menschen vorstellen. Mamertius, Pankratius, Bonifatius, Servatius und die Sophie übrigens auch.

Montag, 25. März 2013

Sprechen Sie Deutsch ?/!

Touristen und Einwanderer haben es nicht leicht im Gebirge. Nicht nur ist es die ihnen oft unvertraute Landschaft, welche die Beschwerlichkeit des Berganschreitens genauso in sich birgt wie die oft schwer vorherzusehenden Wetterwechsel, die im Gebirge nicht nur unterhaltsam, sondern eben auch gefährlich sein können; viel öfter scheitert der Wille zum Wohlfühlen an der seltsamen Sprache der Innergebirgler. Denn der Bergmensch kann und will es nicht verstehen, dass er außerbergs nicht verstanden wird. Vielmehr: Es ist ihm egal. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass trotz mittlerweile flächendeckenden Englisch-Unterrichts, der Gebirgler auf dieser Sprache nur phrasenhaft kommunizieren mag. Sein Gebrauch des Englischen beschränkt sich zudem meist auf Wegbeschreibungen, die sich wiederum in den vielsagenden Anweisungen "down" und "up" erschöpfen. "Go up, donn hintre ... hinter... behind hoit. Nochand links... left!" Ahja.

Freilich, der Gebrauch der Englischen Sprache ist nicht jedermanns everyday business. Aber im zweiten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends kann mir kein Bewohner einer schon seit fast einem Jahrhundert touristischen Region erzählen, dass er einem Ortsunkundigen nicht auf Englisch den Weg zum nächsten Wirtshaus (als ob er den nicht kennen würde!) oder zum Skiverleih erklären könne. Der Grund, warum diese Situationen in echt immer wieder scheitern, liegt ganz einfach im Unwillen des sogenannten Einheimischen, etwas anderes als seine, die einheimische, Sprache zu sprechen. Diese Verweigerung macht nicht bei einer Weltsprache wie dem Englischen halt. Es erstreckt sich erschreckenderweise sogar auf die standardisierte, überregional verständliche Variante unserer Muttersprache.

Es sind nicht nur "arrogante Deutsche", die vorgeben, rein gar nichts von dem zu verstehen, was der Gebirgler ihm in breitestem Pinzgauer Dialekt zu verstehen gibt. Freilich, es schon auch solche, die sich absichtlich blöd stellen (oder einfach noch keinen Sprachkontakt mit uns hatten oder wollten), und die gleichzeitig davon ausgehen, dass wir ihrem Thüringischen oder Rheinfränkischen Dialekt so ohne weiteres folgen können. Ignorant sein, das kann man auch - und vor allem - in der Sprache.

Viel schlimmer ist die Weigerung des Bergmenschen, seinen Dialekt kurzzeitig zugunsten einer allgemein verständlicheren Variante des Deutschen aufzugeben, wenn er mit Menschen kommuniziert, die dem Deutschen durchaus mächtig sind bzw. sich zumindest alle Mühe geben, es sein zu wollen. Die Rede ist von Zuwanderern, denen ja immer gesagt wird, sie sollen gefälligst zuerst Deutsch lernen, bevor sie es sich bei uns gemütlich machen. Diese Menschen sind nicht abgeneigt zu tun, was von ihnen verlangt wird, ja manche sind mit Eifer und Freude bei der Sache - bis sie merken, wie wenig ihnen im sprachlichen Alltag ihr Wissen nützlich ist. Dort nämlich treffen sie auf den Bergmenschen, der, sobald er die ersten deutschsprachigen Bemühungen des Lernenden bemerkt, anfängt, mit diesem konsequent Pinzgauerisch zu reden. "Ko jo eh Deitsch. Des vastehta scho!", heißt es dann.

So fürsorglich und kameradschaftlich das vielleicht gemeint ist, so frustrierend ist es für den, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Sprache zu lernen, die angeblich in Österreich gesprochen wird. Sprachlernende, die ohnehin schon Mühe haben, das Deutsche in der freien Wildbahn des Alltags (im Gegensatz zur gepflegten Konstruiertheit des im Klassenraum Erlernten) sinnerfassend zu verstehen, sind verwundert: Was ist das für eine Sprache, die die Menschen hier sprechen?

Über die Unterschiede zwischen dem standardisiertem Deutsch und unserem Dialekt sind wir vielleicht zu wenig im Bilde. Wir können uns nicht vorstellen, wie unsere Umgangssprache für jemanden klingt, der sich gerade Mühe gibt, das Lautinventar, die oft komplexe Satzgrammatik und die Intonation des Deutschen zu durchschauen bzw. zu erhören. Für die Sprachlernenden aber ist es eine frustrierende Erfahrung: All die Mühe, die man vor allem am Anfang in ein Sprachstudium des Deutschen steckt, scheint umsonst gewesen zu sein. Das im Klassenzimmer mühsam Angeeignete hat in der Praxis wenig bis gar keinen Wert.

Umgekehrt geht der Einheimische her und hat mit den fortlaufenden Verständnisschwierigkeiten des Zuwanderers nur wenig Nachsehen: "Der lernt's nia!", heißt es dann lapidar. Und wenn er es lernt, der Herr Gastarbeiter, dann kommt dabei ein Kauderwelsch heraus, der jenseits der Grenzen des Bezirks wenig kommunikativen Alltagsbestand haben wird. Ein schlecht gelerntes Deutsch, das sich aus Dialektversatzstücken, der Grammatik der Muttersprache und ein bisschen Hochdeutsch konglomeriert, marginalisiert mehr als es integriert. Von keinem Einwanderer, der Deutsch ohne Vorkenntnisse erlernt, kann man erwarten, dass er es eines Tages akzentfrei sprechen wird, und das soll und kann auch gar nicht Ziel der sprachlichen Integration sein. Aber man kann als Muttersprachler den Lernwilligen eine kleine Hilfestellung leisten, indem man mit ihnen so kommuniziert, dass sie nicht nur verstehen, sondern im selben Zug auch noch wiedererkennen und dazulernen. Was kostet uns das mehr als eine kleine sprachliche Mühe, die eigentlich jeder Volksschüler im Unterricht aufzubringen imstande ist?

Woran also liegt es, dass die Gebirgler mit ihren so geschätzten Saisonkräften nicht ordentlich Deutsch sprechen können oder wollen? Einerseits wird da das Berufsumfeld des Gastgewerbes ins Spiel gebracht, das es angeblich unmöglich macht, Anweisungen in verständlichem Deutsch zu geben, weil alles "ruck-zuck" gehen muss und eigentlich sowieso alles ohne Worte ablaufen sollte. Nur: Wer seinen Angestellten Anweisungen auf Pinzgauerisch zubellt, läuft eben Gefahr, nicht richtig verstanden zu werden. Das hat entweder Nachfragen zur Folge (was auch wieder Zeit kostet) oder ein Missverständnis, das dazu führt, dass die erteilte Aufgabe nicht richtig erledigt wird - was noch mehr Zeit kostet.

Viel öfter aber scheint es so, als wolle der Innergebirgler gar kein ordentliches Deutsch sprechen. Er sieht den Dialekt als eine Art Geheimsprache, deren Verwendung Zugehörigkeit signalisiert. So manifestiert sich das allseits bekannte "Mia san mia" vor allem in der Sprache. Dem Lernenden wird damit signalisiert, dass er, so sehr er sich auch bemühen mag, es eben nie lernen wird. Er wird nie dazugehören. So gut sein Deutsch auch sein mag, der Gebirgler wird ihm mit seinem Dialekt immer voraus sein. "Haha, des vasteht a nid, ge?", ergötzt sich der Bergmensch am Unverständnis des Migranten. Diese "anti-integratorische" Komponente des Dialekts wird nie wirklich übersehen. Im Gegenteil: Der Dialekt ist dem Einheimischen sein Rückzugsort, wenn es ihm in der touristischen Interaktion zu viel wird, und er sich darauf besinnen möchte, dass er etwas Besonderes ist. Schließlich kann man sich eine Lederhose und einen Hut mit Gamsbart kaufen - eine kernige Aussprache jedoch nicht. An der hat sich noch immer gezeigt, ob einer ein "Dosiger" oder ein "Zuag'roaster" ist. Und die Zuag'roasten kann man ja jederzeit wieder "ausgrausigen", wie es heißt.

Vom Märzenkalb

Jetzt ist es schon soweit: Auf derstandard.at wurde ein "Frostfrustforum" eingerichtet, wo sich die User den Frust über das kalte Wetter im März von der Seele schreiben sollen. Freilich, es ist kalt in diesen Tagen. Allerorts hört man die Leute höhnisch fragen: "Und dann heißt es Klimaerwärmung, bahaha!" Dann ziehen sie bibbernd von dannen, während sie nicht einmal bemerken, dass sie schon ihre Frühlingsgarderobe ausführen.

Es ist kalt, und darf man den Meteorologen glauben, war es um diese Zeit noch nie so kalt. "Seit Beginn der Aufzeichnungen", lautet der gewohnte Zusatz. Das hört man in letzter Zeit öfter. Wärmster Jänner ever, kältester März überhaupt, die allerverregnetsten Weihnachten seit Menschengedenken - das Wetter ergötzt sich an Superlativen und liefert uns damit Gesprächsstoff und vor allem Lamentiermaterial ohne Ende.

März, das ist einer der "Monate mit r", in denen man damit rechnen muss, eine Schicht mehr anzuziehen. Das Märzenkalb schläft nicht! "Pass auf, dass di as Mäaznkeiwi nit beißt!", heißt ein gut gemeinter Rat in Bayern. Damit ist gemeint, dass man sich ob der teils verlockend warmen Temperaturen nicht dazu hinreißen lassen soll, sich nachlässig anzuziehen. Denn überall weht der bekannte "saukalte Wind", und wehe, die Sonne versteckt sich kurz mal hinter einer Wolke, denn: "im Schatten ist es saukalt!". Aber das war ja im März immer schon so.

Ruhig Blut also! Der Frust über den Frost ist übertrieben, und wenn ich mich richtig erinnere, war es letztes Jahr zu Ostern auch saukalt. Und da war Ostern später. Die paar kalten Tage werden wir auch noch aushalten. Vielleicht sind wir nur verwöhnt von den letzten Wochen. Man hörte von Temperaturen von 18 oder gar 20 Grad (wärmster Märzbeginn ever?). Und jetzt fühlen wir uns vom Wetter ungerecht behandelt? Das Märzenkalb soll euch beißen!

Donnerstag, 7. März 2013

Eine Preisgabe


Der Mann vor mir an der Kassa hat eine zu große Jeanshose an. Seine Daunenjacke erscheint angesichts der frühlingshaften Temperaturen übertrieben. Dafür wirken seine Glatze und sein ernster Blick umso überzeugender. Das ist einer, der Ernst macht. Einer, der in der Freizeit öfters mal auf den Tisch haut oder regelmäßig jemandem die Meinung geigt. Hart sieht er aus, aber fast wirkt es ein wenig gespielt: Schließlich steht er an einer Supermarktkassa und nicht etwa vor einem Nachtklub in Hamburg. Da stimmt etwas nicht. "Was kauft so einer?", denke ich mir. Der Blick auf das Förderband an der Kasse verrät es mir: eine Familienpackung Klopapier.

Der Mann versucht also, dem Kauf von Klopapier etwas Würdevolles oder gar Lässiges zu verleihen, indem er möglichst grimmig dreinschaut. Betont cool steht er recht weit vom Förderband entfernt und schaut, während der Kunde vor ihm noch bezahlt, bedeutungsvoll in die vermeintliche Ferne des Supermarkts. In seinen Blick drängen sich ein Friseursalon und ein Stand mit Leberkässemmeln. Leberkässemmeln um einen Euro, ein Fassonschnitt für 13 Euro: Beides weckt sein Interesse nicht. Letzteres wohl wegen der Glatze nicht, ersteres, weil er jetzt keinen Gedanken an Essen verschwenden kann und mag. Denn schließlich steht er hier an einer Supermarktkasse und kauft eine Familienpackung Klopapier - und sonst nichts. Es muss also dringend sein.

Der Kunde vor ihm hat bezahlt und geht zu dem Stand mit den Leberkässemmeln. Er kauft zwei. Die Lässigkeit des Glatzkopfes erleidet einen kleinen Dämpfer, als das Förderband vergeblich versucht, das Klopapier in Richtung Scanner zu befördern. Der hintere Teil der großen Packung hängt über das Förderband hinaus und zwingt den Mann dazu, dem Klopapier einen kleinen Schubs zu geben, damit es weiterfahren kann. Eine Geste, die fast zärtlich scheint und das Getue des Mannes letztlich doch der Lächerlichkeit preisgibt. Entspannt schmunzle ich und bin zufrieden mit der Einrichtung der Welt.